2RadChaoten.com Stories Mountainbike Berichte 2008 Bad Goisern

Bad Goisern - Salzkammerguttrophy

Wäre die Welt eine Scheibe könnte man vermuten dass sich alles Leben auf der nördlichen Hemisphäre abspielt weil ja auf der südlichen unweigerlich alles in die weiten des Alls hinab purzeln müsste.

Es könnte aber auch gut sein das die Schwerkraft ausgeglichen ist und ein Dasein oben sowie unten, oder links und rechts?, möglich ist.

Vermutlich gibt es zigtausend Theorien dazu, mindestens!

Fakt aber ist und das ist ganz simpel, die Erde hätte zwei Seiten!

Genau wie ein MTB Bewerb 2 Seiten haben kann.

Die eine geprägt vom Willen die Strecke so rasch wie möglich zu bezwingen, sein Bestes zu geben und seinen Körper auf der extremen Distanz Höchstleistungen abzuverlangen.

Die Andere wiederum eine entspannte Tour mit Freunden welche an den Laben möglichst alle kulinarischen Schmankerl verkosten und Dank Streckenbeschilderung auch das Ziel erreichen ohne sich zu verfahren oder wen zu verlieren.

So geschehen am 12.07.2008 bei der Salzkammergut Trophy!

René in Goisern

Dieses Jahr startete das Rennen schon Donnerstag zu Mittag für mich - mir wurde das "Sabotage" von der Firma Kellys-Bikes als Leihrad in Aussicht gestellt. Nachdem ich die letzten 3 Jahre mein Hardtail nicht gewechselt hatte, war ich schon sehr gespannt auf mein neues Teil. Im Biketestcenter in Goisern bekam ich dann wirklich das neue Bike. Ein paar Justierungen mussten wir vornehmen, dann schien das Rad für mich ok. Mein Plan war, gleich mal auf die Roßalm zufahren um dort das Bike und mich zutesten. Der Anstieg zur Roßalm ist beim Rennen nach ca. 160 Kilometer der vorletzte und zugleich längste Berg auf der 200er und ist außerdem sehr stark der Sonne ausgesetzt. - Immer wieder musste ich stehen bleiben und weitere Anpassungen vornehmen. Trotz aller Ticks fand ich bis zum Schluss nicht die optimale Sitzposition für mich. So setzte ich meine Bemühung auch am späteren Nachmittag vorm Hotel fort. Ich war mir zwar immer noch nicht sicher, aber irgendwann schien es nun wirklich auf mich abgestimmt zu sein. Freitags fuhr ich dann eine mittlere Ausfahrt zur Ewigen Wand und retour nach Gosau - alles ohne Probleme. Offensichtlich habe ich wirklich "meine" Abstimmung gefunden. Der Samstag kann kommen!!

Und er kam - 3:20 läutet der Wecker, na ja, einmal im Jahr ist das ok. Mit 15 Grad und ohne Regen war das Wetter wesentlich besser, als wir erwarten durften. Der Start, wie immer auf der Extrem, um 5 Uhr Früh gestaltete sich eher ruhig. Bei bevorstehenden 208,7 Kilometer mit 7006 Höhenmeter hat es niemand der über 400 Teilnehmer eilig. Aufgrund der extremen Distanz wählen alle, die durchfahren wollen, ein gemäßigteres Renntempo, als sonst. So kann man gemütlich mit Kollegen quatschen und den beginnenden neuen Tag genießen.

Schon am ersten Berg merke ich, dass ich gut drauf bin. Auf Asphalt fahre ich fast alles im Wiegetritt, um mein Hinterteil für spätere Trails zuschonen. So vergehen die ersten Stunden, ich werde selten bis gar nicht überholt; ein gutes Zeichen - ich bin nicht zu schnell weggefahren. Nach vier Stunden beginnt dann der versprochene Regen. Trotz der Aussicht 7 ½ Stunden im Regen zufahren, werde ich immer besser gelaunt. Ich fühl mich gut, das Bike macht was es soll (die Uphills gehen aufgrund des Gewichtes leicht, bei den Downhills spielen Rahmen und Gabel sehr gut zusammen und ebenen den Boden unter mir) - das bisschen Regen wird mich auch nicht aufhalten. So vergehen die Stunden, da ein schöner Downhill, dort der steile Anstieg durch den Bad Ischler Salzberg, der Regen hört auf, die Sonne zeigt sich wieder, bei den Publikumspunkten ist von Anfang an gute Stimmung, einmal fahr ich gemeinsam mit den Startern der "B" Strecke, diese verlassen mich Richtung Hallstatt, dann kreuzen "D" Fahrer und Einradfahrer meinen Weg zum Hochmuth, beim Downhill nach Laufen bin ich wieder alleine. Mittlerweile bin ich schon 7-8 Stunden unterwegs. Der ständige Wechsel trocken - nass macht sich bei der Schaltung bemerkbar, die Bouden sind völlig verdreckt und versagen ihren Dienst. Ab Kilometer 60 vor dem Ziel darf ich schwerere Gänge selber, von Hand, einlegen. Ich fühle mich in die Anfänge des Radsports versetzt. Bei den bevorstehenden langen Anstiegen ist mein Problem von nur geringer Bedeutung. Einmal den richtigen Gang eingelegt, geht es 1.000 Höhenmeter bergauf. Nur auf kupierten Teilstücken hätte ich dann schon gerne wieder höhere Gänge gehabt. Auf den letzten Kilometern ins Ziel kürze ich mit meinem Imbusschlüssel das Schaltseil so, dass ich zumindest mit dem mittleren, fünften Ritzel und der Scheibe ins Ziel fahren kann. Alles in allem kosten mich die Schaltprobleme nur 3-4 Plätze und nach 11:28 erreiche ich überglücklich das Ziel.

Die "A" Strecke in Bad Goisern ist immer eine Herhausforderung. Am Samstag hat es wiedermal super gepasst für mich. Nicht zu heiß, von Anfang an Spaß beim Biken, viele motivierende Zuschauer entlang der Strecke und nie das Gefühl es geht nichts mehr.

Professors zum ersten mal auf der "B"

Das erste was mir sehr positiv aufgefallen ist war das die Nudelausgabe in einem extra Zelt stattfand in dem es genügend Sitzmöglichkeiten und Platz gab um sich zu unterhalten.

Das Hauptzelt musste ich nach spätestens 5 Minuten fluchtartig verlassen um zu verhindern dass mir der Kopf platzt und irgendein armes Würstel den Dreck wegmachen muss.

Der Lärmpegel, vor allem das Beschallungssystem und dessen miese Qualität, ist mit Sicherheit die Entwicklung eines bekannten Pharma Riesen um den Absatz seiner Kopf und Schmerz Produkte anzukurbeln.

Pünktlich zum Start um 9:00 Uhr regnete es und ein kleines Grüppchen von Chaoten, getarnten Chaoten und einer hoffentlich zukünftigen Chaotin machte sich am Weg.

Die ersten Anstiege waren dank der kühlen Temperaturen recht angenehm und als es dann in den Wald überging war aufgrund des vom Regen aufgeweichten Bodens kollektives schieben angesagt. Paar unverbesserliche und übermotivierte möchtegern Helden des Hobby MTB Sports konnten es natürlich nicht lassen abfällig über die schiebende Masse zu reden und gaben eine gratis Vorführung ihrer fahrtechnischen Talente.

Sie sollten lieber eine Kariere als Stunt - Kabarettist einschlagen denn die Einlagen welche hier dargeboten wurden hatten doch großen Unterhaltungswert und ließen mich zum ersten Mal an diesem Tag schmunzeln.

Unsere Fahrgemeinschaft passt wirklich gut zusammen und so trafen alle innerhalb von 2 Minuten Abstand an den Laben ein. Dort wurden die Räder mal zur Seite gestellt und gustiert was wohl als erstes verkostet werden würde. Bei dem Angebot von Salzstangerl, Kornweckerl, Bananen, Äpfeln, Wurst und Käsesemmeln, Butterzöpfen, Linzertorten, Kaffee, Tee, Wasser und Isosaftln, etc,. etc. war das garnicht so leicht! Das schlimme war das es an jeder der Verpflegungsstellen so eine große Auswahl gab und ich darauf achten musste das mir mein Bauch beim treten nicht in den Weg kommen würde.

So fuhren wir Wanderheuschrecken gleich von Labe zu Labe wobei ich den Betreuern und Helfern bei den selbigen großes Lob aussprechen muss! Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft welche wir hier erfuhren war wirklich Beispiellos. Wo sonst bekommt man seine Brillen geputzt und Schaltwerk sowie Umwerfer per Gartenschlauch gereinigt?

Die Streckenführung und Landschaft waren ein Traum und als wir um den Hallstättersee fuhren verzogen sich auch die Wolken was mir wieder ein freudiges Lächeln entlockte.

Am Salzberg nach der Getränkeversorgungsstelle löste sich unsere Gruppe dann doch allmählich auf. Ich hatte trotz Völlerei einen kleinen Hungerast den ich wieder in Griff bekam dafür spielte später mein Kreislauf verrückt und ich war gezwungen ein Stück lang zu schieben.

Zu dieser Zeit kamen paar Freunde von der 200er Strecke an mir vorbei und auch ein bekannter NYX Fotograf zog am Quad an mir vorbei und fand aufmunternde Worte. Dann ging es endlich wieder länger Bergab nach Gosau und ich erholte mich wieder während die nächsten Bekannten Gesichter mich im Auto überholten.

Irgendwie hatte ich nie das Gefühl an einem Rennen teilzunehmen!

Dauernd trifft man wen, plaudert, fährt gemütlich seine Kilometer runter, bewundert die Landschaft und genießt einfach den Tag.

So soll es sein und genau so werde ich es nächstes Jahr wieder angehen!

Danke an Snooff, Nobrake und Steve4u für den netten Ausflug!

Swo's Eindrücke

Goisern 2008 - meine 2te Teilnahme an Österreichs größtem MTB Marathon, mein ziel war unter 4 Stunden zu kommen ( 2007 4st17min)

Bei der Anreise Freitagnachmittag hörten wir schon die Unwetterwarnungen auf Ö3 und hofften auf besseres Wetter für den Start am Samstag.

Unser Quartier 5min vom Start war perfekt ( nicht schwer nach dem Desaster letztes Jahr )

Startnummernausgabe lief perfekt, die gratis nudeln wurden im Zelt mit einigen bekannten Gesichtern verdrückt

Samstagmorgen nach dem Frühstück war dann der REGEN da. Durch den recht späten start ( 11.00 ) der 53er Strecke hoffte ich auf etwas besseres Wetter. Zum Start fuhr ich dann mit Ärmlingen Gillet und 2 Thermounterleiber. Pünktlich um 1045 kam dann die Sonne und es wurde richtig warm ( vielleicht auch wegen meinem Gewand )

Das Rennen verlief ziemlich gut und ich konnte Bergauf einige Fahrer überholen - der 2te anstieg war mir noch ziemlich schlecht in Erinnerung darum fuhr ich relativ langsam hinauf.

Bergab ging's mir dann recht gut und ich konnte wieder ein paar Plätze gut machen. Kurz nach Lauffen streifte ich ein Gatter und baute einen schönen CRASH! Mit Blutigem unterarm und Bein fuhr ich die letzen paar Kilometer ins Ziel - 3Std 45

Perfektes Rennen ( Organisation, Laben, Strecke ) - nächstes Jahr sicher wieder !!!


frisch und sauber vor dem Start


Die Kollegen vom Steel Quarter


Der Start rückt näher


Null Stop Stratege, blos wo ist die Trinkflasche?


Stramme zünftige Waden!


Das erste Schiebestück


Oh du mein Österreich….!


Schon wieder ein Kollege!


erste Labe


Caution! Slippery When Wet!


verdammt, schon wieder beim Essen!


gemütliches Verbindungsstück


Wieso eigentlich leg ich mich nicht in die Wiese?


Jungs, schön langsam reichts aber gell;-)


Bist ned dreckig warst ned im Wald




Das Gröbste haben wir hinter uns.


Zvü für a Wurstsemmel, zweng fü an Leberkas!


Übung macht den Meister!



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