2RadChaoten.com Stories Mountainbike Berichte 2008 On Tour de Europe

Höhenluft macht eigenartig

Wie so vieles begann die Geschichte mit einem Haufen blöden Herumgerede irgendwann im Herbst am verschneiten Pretul bei einer Kadersitzung. Michi, unsere Profisportlerin, hatte die Idee, so wie meistens, das Frühjahr (und meist auch den Rest des Jahres) nicht zu Hause zu verbringen, sondern viel lieber im Süden, oder sonst wo bei Trainings und Wettkämpfen.

Michi: "Wer hat denn aller Lust mit nach Portugal zu kommen, da wären ein paar Rennen und lässig ists auch..." " ....und ein paar Schweizer kömma doch auch noch fragen..."


Pretul

Bei den Schweizern allein bliebs dann nicht, und so wurde Portugal von einem Haufen MBO-lern überfallen, ein paar Österreichern, Schweizern, Polen, Ungarn, Litauern, Franzosen und nicht zuletzt Spanier sowie einige wenige Einheimische. Die wohl interessanteste Anreise hatten die Ungarn die sich 2 Tage lang zu dritt in einen 1er BMW zwängten und gen Westen fuhren. Die Portugiesen gar nicht dumm, nutzen diese Chance auch gleich dazu sich nicht nur mit der internationalen Konkurrenz zu messen, sondern auch gleich noch zwischen den Wettkampfwochenenden noch 3 Wettkampftrainings einzuschieben. So kamen wir letztendlich in 9 Tagen zu 4 Wettkämpfen, 3 Wettkampftrainings, 1 GA Training und 1 lockeren Aufwärmtraining. Das lohnt sich.


Nur ein Österreicher ganz vorne. Bravo Tobi!


eigenartiger Hafen .....



.... aber umso schönere Küste.

In Portugal wurde aber gleich weiter rumgeredet, was man denn nicht noch alles machen könnte, drum wurde auch kurz nach der Heimfahrt der Flug nach Dänemark zum international Top besetzten 4 Tage Ol Training in Silkeborg gebucht.
Aber dem nicht genug, meinte Gigi eines Abends in Portugal: "Da wären doch noch so ein paar Rennen in Südfrankreich, Cote d´Azur, klingt doch ned so schlecht oder? Ich hab zwar keine Ahnung ob die Rennen was taugen, aber laut den Franzosen is die Gegend lässig zum Biken"
Und weil ja zwischen Portugal und Dänemark noch ein wenig Zeit verblieb, setzten wir (Babsi und ich) uns ins Auto und fuhren nach Neuchatel (übrigens in der Schweiz). Dort luden wir Gigi ein - er hatte ja auch die verrückte Idee - und fuhren weiter 650km gen Süden. Die Gegend war auch echt lässig zum Biken, aber auch die Wettkämpfe waren sehr gut organisiert. Ich wurde dabei 2x 2., Gigi einmal 3. und Babsi auch einmal 2.


Neuchatel am Neuenburger See


Erster WK in den Plains des Maures.


Geniale Wälder mit noch besseren Trails.


Ligurische Küste bei Cinque Terre.


Kennt man ja. Oder?


Re-Tour

Da der gleiche Weg zurück ja bekanntlich fad ist, wurde erst Gigi in Nizza am Flughafen abgeliefert, er musste ja wieder arbeiten. Man sollte es ja nicht glauben aber auch sowas gibt’s in der Schweiz – Leute die was arbeiten. Alle anderen Schweizer die wir so kennen sind ja „fastnixhackler“. Das Schweizer Team besteht aus einer Studentin, 2 Lebenskünstlern, und der Rest arbeitet so zwischen 50 und 80%.
Aber zurück zur Geschichte: Also als die 2 letztlich Verbliebenen entschieden wir uns zu einer Woche Ligurien um im direkten Anschluss noch 2 Wettkämpfe in Oberitalien in der Nähe vom Gardasee (Levico Terme) mit zu nehmen. Und wenn man schon so nah am See ist, war natürlich ein Zwischenstopp in Riva im Cristallo obligatorisch. Die beiden MBOs waren auch wider Erwarten erstklassig organisiert und am Sonntag auf der Langdistanz auch mit zahlreichen Routenwahlen und Schwierigkeiten gespickt. Trotzdem schaffte ich heuer die ersten beiden obersten Stockerlplätze, was mir wieder mehr Motivation fürs Training und Optimismus für den Rest des Jahres mitgab. Nachdem am Samstag nun auch Trentiner Meisterschaft war, hab ich es bis dato geschafft die Tschechische, Italienische, Trentiner Meisterschaften zu gewinnen ohne was davon zu haben, aber in Österreich trotzdem 4mal in Serie 2 zu werden.

Aber es geht natürlich noch weiter, nach Portugal, Spanien (das war in Portugal inkludiert), Schweiz, Frankreich, Italien gings gleich drauf weiter über Deutschland nach Dänemark. Eigentlich wollten wir ja trainieren, aber die Dänen dachten sich wohl wir zeigen den anderen mal was Quälerei ist. Aus den angesagten 6 Trainings wurden 6 Rennen und 1 Training, und das alles in 4 Tagen. Am Donnerstag startete es noch gemütlich mit einem Training um am Abend gleich mit einem Nacht MTBO weiter zu machen. Danach 2 Tage lang je 2 Rennen und am Sonntag oben drauf noch eine Ultralangdistanz (etwa 3h XC). Alles in allem war ich recht zufrieden mit meinem 9. Gesamtrang und einem 4. im Sprint. Immerhin war fast die ganze internationale Elite am Start, es fehlten nur 1 Russe und 2-3 Finnen. Michi schaffte es knapp sich gegen Christine Schaffner (SUI) zu behaupten und konnte den Cup gewinnen, Sonja fuhr auch hervorragende Rennen und wurde gesamt 7.






Aber um dem ganzen noch eins anzuhängen fuhren wir kurze Zeit später noch nach Slowenien, auch dort standen an einem Wochenende 3 Rennen am Programm, wieder ein Nacht MTBO und 2 klassische Distanzen. Leider war auch hier die Schweizer Übermacht zu spüren und es gab einen Doppelsieg durch Christine und Beat Schaffner. Ich wurde hinter Tobias gesamt 3. Und Michi gesamt 2. Doch leider hat die Geschichte auch ein Ende und das ist diesmal in Leoben. Ich habe Anfang Mai dort meine neue Stelle in der F&E Abteilung der RHI Refractories angetreten. Aber nach den ersten Tagen in Leoben kann ich nur sagen, der erste Eindruck ist sehr positiv. Die Kollegen sind allesamt super, sogar ein Ex-Profi ist dabei und am Abend bleibt noch genug Zeit zum Training.
Trotz allem wird aber die Geschichte, hoffentlich weiter als Erfolgsstory, auch in Leoben weitergehen. Darum geht's auch gleich über Pfingsten nach Prag zu den nächsten MTBO Rennen im Tschechischen Cup.

Pics & Text NoWay

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